Preparing the Trip Part XI…we’ve come a long way baby

Wir können es einfach nicht lassen. In 3 1/2 Tagen sitzen wir im Flieger nach Rumänien und trotzdem wurden erneut die Sachen gepackt um die Sauerland Waldroute erneut in Angriff zu nehmen. Hatten wir uns beim ersten Mal noch grandios verlaufen und einfach so eine Tour gemacht, sollte es dieses Mal klappen. Gute 25km von Volkringhausen nach Iserlohn zum Eis essen. Ja wahrlich es gibt gemütlichere Sachen die man an einem Sonntag machen kann.

Erneut war meiner Einer derjenige der am Sonntag Morgen mit vollem Gepäck und damit 20kg auf dem Buckel am Bahnhof aufkreuzte. Die Wandergefährten begnügten sich mit 2 kleinen Trinkflaschen und ner Jacke/Poncho im Rucksack. Ja gut ein paar Müsliriegel und eine Müllermilch limited Edition Schoko Macadamia (oder so) wurden auch geschleppt.

Ein Glück das ich mir die Strecke vorher nicht so genau angesehen hatte, sonst wäre mein Rucksack womöglich auch im Einiges leichter ausgefallen. Das Höhenprofil hatte nämlich dann doch überraschende viele Aufs und Abs zu bieten.

Gegen 11Uhr marschierten wir somit erneut in Völkeringhausen los und nahmen dieses Mal auch gleich die richtige Route. Nicht erst bis zur Übersichtskarte und dann gerade aus, nein vorher unter der Eisenbahnunterführung durch und auf der anderen Seite der Schienen rein in den Wald. Trotz allgemeinem deutschen Wandertag war kaum eine Menschenseele unterwegs und wir marschierten mit gewohnt forschem Schritt durch die Landschaft, artig der gut ausgeschilderten Waldroute folgend. Kaum hatten wir die erste Sagen-Tafel (alle paar Kilometer gab es etwas zu lesen) passiert, ging es dann auch den ersten Hügel hinauf und das nicht zu knapp. Da wir aber noch am Anfang der Tour waren ging es recht locker und ich konnte trotz schwerem Rucksack gut mit den beiden mithalten.

In den “Höhenlagen” entdeckten wir dann noch eine große Höhle die auch ein wenig erkundet werden musste. So ein Glück das ich meine Stirnlampe im Rucksack verstaut hatte. Ohne die hätten wir uns kaum weit rein wagen können, denn das Gestein war doch recht rutschig und überall lagen kleine und große Brocken herum, über die man schnell stolpern konnte.

Weiter ging es auf und ab und an nahezu jeder Steigung pflegte Herr Kempa zu sagen “ist die letzte Steigung”. Ja ja zugegeben, nach gut 15km machte sich der große Rucksack schon deutlich bemerkbar und ich konnte den forschen Schritt nicht mehr so mitgehen. Daran konnten auch die zwei vielleicht 15min Pausen nichts mehr groß ändern, irgendwann schlaucht es einfach. Aber so wie wir mal wieder unterwegs waren, dürfte es in Rumänien eh nicht zu gehen, ansonsten wäre die Tour wohl am dritten Tag für alle vorbei. Apropos Rumänien, hier wusste Thorsten so einige geschichtliche Dinge einzustreuen die er in einem Reiseführer gelesen hatte. Wir sind also vorbereitet uns auc intellektuell mit den Schäfern unterhalten zu können!

Nach gut und gerne 20km pflegte mein Körper abwärts der Hüfte dann immer mal etwas deutlich zu bekunden das die Iserlohner Eisdiele langsam mal näher kommen könnte. Welch ein Glück das auch die letzten Streckenabschnitte noch so einige Steigungen zu bieten hatten. Wobei mir die schon fast lieber waren als die Abstiege. Denn gute 2-3km vor dem Ziel bedankten sich meine Knie dann aufrichtig für jedwede Unterstützung durch die mitgeführten Stöcke.

Um 18 Uhr in Iserlohn am Wanderbahnhof 2010 angekommen, fanden wir zum Glück auch direkt am Bahnhof eine Eisdiele oder besser gesagt ein Eiscafé. Zwar waren die Kellnerinnen nicht sonderlich freundlich und wir hatten auch schon mal besseres Eis, aber immerhin konnten wir noch ein wenig gemütlich das pulsierende Leben im schönen Iserlohn genießen. Ok mit einem solchen Puls wäre ein Mensch schon lange unter der Erde, aber was solls.

Gute ein Stunde lang tuckerten wir dann mit der Bahn zurück gen Heimat und wir freuten uns am Dusche&Sofa, allen voran meine Wenigkeit denn mir tat Hüfte abwärts mittlerweile doch schon sehr Vieles weh.

Aber was solls, in Rumänien werden es weniger Tageskilometer und vor allem nicht so schnelle Märschen werden. Ich blicke der Tour also weiterhin positiv gegenüber. Die Waldroute war auch nicht verkehrt, zwar nicht ganz so schön wie die Eifel da sie oft aus recht breiten Pfaden bestand, aber immerhin sehr ruhig mit einer schönen Landschaft zum gucken und allerlei Sagen geschmückt.

Ich bin gespannt ob wir nach unserer Rückkehr aus Rumänien die Wanderschuhe erst mal an den Nagel hängen oder weiterhin alle paar Sonntage unterwegs seien werden.

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Categories: Preparing for Romania

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