Tag 8: Cabana Curmatura, es gibt sie wirklich

Hach herrlich, wir haben alle gut gepennt bis uns die knallende Sonne aus den Betten geschmissen hat. Also wieder raus aus den Federn, Müsli reinhauen, duschen und endlich wieder rauf auf die Berge.

Zunächst geht es über eine Schotterstraße und es geht schon etwas touristischer zu als im Fagars. Hier sind schon etwas mehr Leute unterwegs. Dann finden wir auch bald rechts den Einstieg und wie nicht anders zu erwarten geht’s steil bergauf. Gute 700 Höhenmeter wollen gemacht werden, was wir aber noch nicht wissen. Heute hat Thorsten dann mal seinen schlechten Tag und irgendwie will nichts so recht klappen. Er fühlt sich nicht so fit und zu allem Überfluss sind auch noch die ollen Fliegen wieder da.

Zur Entspannung hauen wir uns auf einer größeren Wiese dann erst mal ein wenig in die Sonne und genießen den schönen Ausblick. Sieht wirklich ganz nett aus hier, nur halt deutlich kompakter als der Fagars Gebirgszug und auch nicht ganz so hoch.

Weiter geht’s durch den Wald, ein Wildschwein huscht irgendwo oberhalb von uns vorbei und hier und da stehen auch mal Kühe auf dem Weg. Bald sehen wir dann auch eine Hütte die wir zunächst für die gesuchte Curmatura halten, aber nirgends ist ein Schild zu sehen. So steigen wir weiter auf, um dann irgendwo an einem Aussichtspunkt dem Saua Crapaturii anzukommen. Wir stehen auf grob 1650m und sind irgendwie der Meinung falsch zu sein. War das vorhin doch die richtige Hütte und wir sind völlig unnötig die Treppen im Wald raufgelaufen? Da hilft nix, es geht wieder runter. Ja und siehe da, die Hütte wäre richtig gewesen. In Anbetracht der Tatsache das sich Thorsten nicht so fit fühlt und wir auch schon wieder einige, teils unfreiwillige, Höhenmeter gemacht haben wollen wir hier erst mal einkehren. Glücklicherweise kriegen wir auch noch ein 4 Bett Zimmer und müssen nicht im Schlafsaal pennen. Zelten kann man auch, aber die vorhandenen Plätze sind schon belegt und die Lage ist auch nicht so ideal.

Für mindestens 2 Tage quartieren wir uns so also erst mal ein und siehe da, man kann wirklich Karten kaufen. So ein Glück, damit können wir die weiteren Touren planen. Wichtig dabei ist, dass es hier oben kaum Wasser gibt. Man muss also entweder selber ordentlich was mitnehmen, oder halt an der Curmatura auffüllen. Eine mehrtägige Tour mit der Hoffnung auf Wasserquellen im Gipfelbereich kann man sich hier knicken und auch am Refugiu gibt es wohl nichts.

Den restlichen langen langen Tag verbringen wir dann mit etwas Planung und mit Spielen und zwar UNO. Dabei denken wir uns noch ein paar Zusatzregeln aus, damit es nicht so langweilig ist. Zum Abendessen lassen sich Thorsten und Lukas auf das Hüttenfutter ein, Volker und ich warten mal gespannt ab. Es gibt nicht wirklich das was auf der kleinen Karte steht, aber immerhin ist es günstig und man kann es wohl essen. Heute gibt es Polenta mit Sour Cream und eine Bohnensuppe, die sich dann aber als Kartoffel/Gemüsesuppe entpuppt. Nur sonderlich viel Power steckt nicht dahinter. Schon etwas seltsam wenn man sonst das Essen auf Hütten in Österreich gewohnt ist. So beschließen Volker und Ich dann letztendlich doch mal wieder zum guten alten Trekkingfood zu greifen. An der Hütte ist den ganzen Nachmittag über doch recht viel Betrieb, hätte man gar nicht mal so vermutet.

Mit vielen weiteren UNO Runden kriegen wir auch diesen Tag rum und hauen uns irgendwann in die Federn.

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Categories: Rumänien 2011

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