Glendronach Allardice 18y

Nach einer winterlichen Trekking-Tour durchs Sauerland durfte ich bei der Rückkeher ins heimische Wohnzimmer das 18te Türchen Pardon Säckchen meines Adventskalenders und damit die 3te Whisky-Überraschung auspacken. Und dieses Mal ist es dann ein richtig altes Schätzchen geworden. Der älteste Whisky meiner kleinen Sammlung war bis heute der Lagavulin 16y, doch heute kam eine Glendronach Allardice 18y Miniatur dazu.

Wie schon zum zum zweiten Advent-Sonntag handelt es sich dabei um einen Whisky aus den Highlands und nachdem schon der Glenfarclas 15yo voll überzeugen konnte, bin ich umso mehr gespannt was ich hier bekommen habe.

Glendronach Allerdice
Farblich glänzt er mit einem schönen Berstein-Gelb und ähnelt er dem Glenfarclas. Der Glendonarch ist marginal heller. Erwähnenswert finde ich auch das schöne Etikett mit der Zeichnung einer wohl schottischen Landschaft und der entsprechenden Herkunfts-Distillerie. Das blaue Etikett bildet so auch einen schönen Kontrast zum Inhalt der Flasche, im Gegensatz zum Glenfarclas wo das weiße Etikett schon fast lieblos wirkt.

Schon beim Öffnen der Flasche steigen dann schnell Sherry-Aromen in die Nase. Zu dieser süßlichen Note gesellen sich, wie auch schon beim Glenfarclas, cremige Züge die sogar etwas in Richtung Karamell gehen. Dies fällt mir gerade besonders auf, da ich am Morgen auf der Wanderung noch einen Schokoriegel mit Karamell gegessen habe. Irgendwie schon etwas seltsam aber auch beeindruckend ein ähnliches Aroma beim abendlichen Whisky zu riechen.

Der erste Eindruck auf der Zunge ist dann recht überraschend. Denn man vermutet vom Geruch her einen stark vom Sherry geprägten Geschmack, aber der Glendronach bietet dann doch viel mehr. Natürlich verleugnet er seine Herkunft aus den Sherry Fässern nicht, aber dazu gesellen sich Holz und Nuss Aromen die sich insgesamt recht weich im Mund ausbreiten. Dazu kommt nach kurzer Zeit eine gewisse Schärfe durch den Alkohol. Auch hier tragen diese kleinen Stiche, wie ich es nennen möchte, durchaus sehr schön zum Gesamtbild bei.

Der Abgang fällt leicht bitter aber durchaus nicht unangenehm aus. Weiterhin zeigt er hier auch wieder seine weiche Seite verbreitet noch lange etwas wohlige Wärme.

Insgesamt bietet der Glendronach kein wirklich einfaches Geschmacksbild. Aber von einem 18 jährigen Whisky darf man wohl auch einige Komplexität erwarten und da hat er Einiges zu bieten. Er ist lecker, jedoch nicht so direkt überzeugend wie der Glenfarclas. Aufe lange Sicht mag es aber durchaus sein das mir der Glendonarch Allardice sogar noch mehr liegt, da er noch mehr Entdeckungsspielraum bietet. Die Empfehlung für einen der besten Whiskys des Sortiments, wie ihn der Whisky Shop vergibt kann ich somit durchaus im Ansatz nachvollziehen.

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Categories: Drinks, Speyside, Whisky

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